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Gesetzliche Krankenversicherung

In Deutschland gibt es zwei grundsätzlich voneinander verschiedene Formen der Krankenversicherung: die gesetzliche und die private. Vor allem die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) befindet sich im ständigen Umbruch, in den zurückliegenden Jahren hat es zahlreiche Weichenstellungen gegeben, der Umsetzung noch nicht abgeschlossen ist. Besonders das Jahr 2009 wird noch weitere Veränderungen geben, sofern diese nicht noch gekippt werden. Daher sind die Informationen über die GKV bisweilen einer relativ kurzen Halbwertzeit unterlegen.

Ziel der GKV

Die gesetzliche Krankenversicherung dient der Absicherung des Versicherten und seiner Familie im Falle der Krankheit. Ausgenommen sind dabei Arbeitsunfälle und Berufskrankheiten, die im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung behandelt werden.

Eine wichtige Änderung hat der Jahreswechsel 1995/96 gebracht, als die Schranken zwischen den Krankenkassen fielen und Wahlfreiheit einkehrte. Damit haben die Versicherten in der Regel die Möglichkeit, sich die Kasse ihrer Wahl auszusuchen.

Versicherungspflicht

Die überwiegende Mehrheit der in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherten Personen ist das automatisch durch einen Brutto-Arbeitsverdienst, der die 400 Euro pro Monat überscheitet. Ab diesem Punkt herrscht Versicherungspflicht, die erst mit einem Einkommen endet, das im vorangegangenen Kalenderjahr die so genannte Jahresarbeitsentgeldgrenze
(auch Beitragsbemessungsgrenze) überstiegen hat. Diese liegt für das Jahr 2012 bei 50.850 Euro. Wer mehr verdient, kann freiwillig Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung bleiben.

Pflichtversichert sind auch jene, die keinen anderen Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall haben und die vor dem Eintreten dieses Zustands in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert waren. Haben diese den Wohnsitz bzw. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland besteht Versicherungspflicht.

Neben diesen Personengruppen sind unter anderem Studenten, Praktikanten, Auszubildende, ein Teil der Rentner, Arbeitslose und Künstler bzw. Publizisten in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Als Richtwert gilt, dass rund 85 Prozent und damit der überwiegende Teil der Bevölkerung in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert ist.

 

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